
Seit ein paar Tagen bin ich wieder zurück in Bombay. Mein Trip nach Goa hat durchaus Spaß gemacht, allerdings wollte ich ein bisschen früher zurück in die große Stadt um noch ein paar ‘Projekte’ zum Abschluss zu bringen. Das Hauptprojekt dieser Art lautet ‘Alex kauft sich ein Fahrrad’
Das mag beim ersten Lesen vielleicht verrückt klingen - die geneigte Leserin wird sich fragen ‘Warum zum Teufel kauft der Kerl sich für die letzten Tage in Indien noch einen Drahtesel?’ Nun, diese Frage ist durchaus berechtigt, allerdings ist der Drahtesel gar nicht für die letzten Tage in Indien, sondern für die vor mir liegenden Tage. Ich habe nämlich beschlossen meine Heimreise auf dem Fahrrad zurückzulegen, dabei durch ein paar Krisenregionen zu gondeln (Afghanistan und Irak liegen ja auf dem Weg), im Anschluss ein Buch zu schreiben und zurück in Deutschland ganz groß mit einer eigenen Diavortragsreihe herauszukommen: ‘Auf dem Fahrrad durch den Orient - Reiseimpressionen von Alexander Köcher’. Glaubt ihr nicht? Gut! Ist nämlich Spinne
Die Wahrheit geht nämlich so: Während meiner Goareise habe ich mich mit meinem Sitznachbarn in einem local Bus unterhalten und ihm erzählt wie toll ich diese Fahrräder hier finde. So ein robustes eingängiges Hercules-Rad würde ich zu gern mit nach Deutschland nehmen. Daraufhin meinte meine Reisebekanntschaft, dass einige Fluglinien Fahrräder als Sportgerät transportieren und das gar nicht so teuer sei. Zurück in Bombay habe ich das sofort nachgeschaut und siehe da: British Airways, die Flugline die ab heute Empfängerin meiner ausdrücklichen Huldigungen und ewigen Danksagungen sein wird, transportiert ein Fahrrad zusätzlich zum Freigepäck KOSTENLOS mit! Als ich das auf der Website gelesen habe, habe ich mich sofort auf die Pirsch begeben und nach Preisen erkundigt. In Bandra fand ich dann den Fahrradhändler meines Vertrauens, Mr. Pushkar M. Vora, der mir kompetent und zuvorkommend mein Wunschfahrrad verkaufte. Es ist von der Marke Hercules und kostet umgerechnet 50 Euro. Derzeit wird es auseinandergeschraubt und sorgfältig verpackt, so dass ich es in den nächsten Tagen abholen und am 26. März einfach mit zum Flughafen nehmen kann. Na gut, so einfach wird das nicht, es wiegt nämlich einiges. Schließlich ist es kein Rennrad sondern ein hier allen Anforderungen und Lasten gewappnetes HERCULES-Fahrrad. Ich hoffe nun nur noch darauf das ich es 1) heil zum Flughafen bringe, 2) es nicht unterwegs verloren geht, vor allem nicht in London Heathrow, und ich es 3) in Berlin auch wieder zusammengebaut bekomme
Wünscht mir Glück!!!
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